
Österreich, Schärding 17:40 Uhr Bernhard Steinberger rollt von der Startrampe. Zahlreichen Radsportfans und Schaulustigen feuern die tollkühnen Männer und Frauen an, die im drei Minuten Abstand zum wohl härtesten Radrennen Europas starten. 2200 Kilometer liegen vor den Athleten und beängstigende 30 000 Höhenmeter gilt es zum überwinden. Die ersten werden nach etwa 100 Stunden Start und Ziel in der Barockstadt Schärding erreichen. Pünktlich zum Start ist auch Petrus mit herrlichem Kaiserwetter den Radlern wohl gesonnen. Bernhard Steinberger aus Pösing war mit seinem sechsköpfigen Team schon am Vortag angereist und hatte sich eine besonders lange Bettruhe gegönnt. Unerwartete Funkstille hielt aber zuvor am Quartier Sepp Lankes aus Waffenbrunn und Coach Andrea Clavadetscher in Atem. Die Gegensprechanlage, das Herzstück einer effektiven Betreuung, hat für Stunden den Dienst quittiert und so für große Aufregung gesorgt. Das Begleitfahrzeug ist mit Navigationssystem und Straßenkarten bestück. Lautsprecher und Scheinwerfer für die Nachtfahrten wurden zusätzlich auf Dach montiert. Ersatzteile, Verpflegung, ein Bett, alles was der Pösinger auf seiner Marathontour, benötigt ist ihm bei der Grenzfahrt um die Alpenrepublik auf den Fersen. Die erste Nacht wird Berhard Steinberger sicher durchfahren. Nachtschicht also auch fürs Team.
Das der Extremradler noch harte Tage vor sich hat, mit wenig Schlaf und mächtigen Ansteigen ist ihm und seiner Crew bewusst. Sah man beim Start noch alle Rennfahrer versammelt, werden viele, große Teile der enormen Distanz nur mit sich selbst zu kämpfen haben. Wer aus Unachtsamkeit die offizielle Rennstrecke verlässt, muss wieder zurück auf den rechten Pfad. Das wäre nicht nur ärgerlich sondern mindert natürlich seine Motivation und die Aussicht auf eine gute Platzierung. Deshalb wurde da schon Wochen vor dem Start, umfangreiches Kartenmaterial gewälzt. Der Navigator im Begleitfahrzeug hält den Extremradler auf Kurs. Kräftezehrende Umwege, wären für Bernhard Steinberger, der mit dem Start in Schärding auch seinen 30. Geburtstag feiert wahrlich kein schönes Geschenk. Mit der Zielankunft, nach dieser Mammuttour, wird sich der Pösinger selbst den großten Wunsch erfüllen, da ist sich jeder im Team sicher. Wer Bernhard Steinberger kennt, weiß das er nicht nur ankommen will. Sondern auch um eine gute Platzierung bemüht ist.
Wünsche die während der Tour in seinem Gästebuch hinterlassen werden, dienen als Motivationsstützen. Das sie den Radler auch erreichen per funk erreichen dafür ist gesorgt