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Samstag, 21. August 2010

Tag zwei - Race Around Austria

Berhard Steinberger und Christoph Strasser


Er rollt und rollt und rollt

Tag zwei, beim „Race Around Austria“ Die erste Nacht ist vorbei und Bernhard Steinberger sitzt immer noch im Sattel. Wieder ein herrlicher Tag für eine ausgedehnte Radeltour, doch was sich an diesem Wochenende in Österreich abspielt, hat mit einer gemütlichen Ausfahrt so rein gar nichts gemein. Steinberger, gestern am späten Nachmittag zusammen mit 18 weiteren Einzelfahrern und 14 Teams in Schärding gestartet, ist die ganze Nacht durchgefahren. „Wer schläft verliert“ könnte man das Kredo der Favoriten umschreiben. Hier setzten alle auf „Powernapping“, vom Rad runter, ins Begleitfahrzeug und dann kurz die Augen zumachen, was dann keinem der Dauerradler wirklich schwer fallen dürfte. Das Gro der Fahrer hat den Osten der Alpenrepublik am frühen Nachmittag erreich. In den Morgenstunden hatte Bernhard Steinberger mit einer leichten Schwächephase zu kämpfen. Die schien dann wie verflogen als der 6 Minuten später gestartete Christoph Strasser zum Pösinger aufschließen konnte. Der Österreichische Rad-Profi gilt als Favorit und konnte sich auch von Bernhard Steinberger wieder absetzten. „Bernhard macht bisher einen sehr guten Eindruck“ Ist vom Coach Andrea Clavadetscher, zu hören. „Clavi“ wie alle im Team den Schweitzer nennen, konnte selbst 2001 das wohl härteste Radrennen der Welt „Race across America“ als Sieger beenden. Er weiß wie solche Marathon Distanzen zu bewältigen sind.

Weil auch die tapfersten Betreuer irgendwann schlafen müssen teilt er sich das Betreuerfahrzeug in Tag und Nachtschichten mit Sepp Lankes. Der Waffenbrunner unterstützt Steinberger schon seit Jahren mit „Rad“, Tat und dem bestmöglichen Material. Bisher hat die Steinberger-Mannschaft kaum Fehler gemacht, dass hält den Pösinger gut im Rennen.

Was in Steinbergers mächtigen Oberschenkeln steckt wird sich am Sonntag

zeigen wenn es, nach über 1200 gefahrenen Kilometern den Großglockner zu überwinden gilt. Dann reiht sich im schwierigsten Teil der Strecke, Berg an Berg. Das große Leiden hat aber jetzt schon begonnen.